Einladung 11. AVV NRW

Die nächste Vollversammlung für Autonome Politik NRW findet am kommenden Sonntag (29.4.) im AZ Köln statt. Und natürlich seid ihr herzlich eingeladen. Los geht’s um 13 Uhr.

Themen (bisher):

Alles rund um den 1. Mai:
- Naziaufmarsch in Bonn ( http://antifabuendnis.blogsport.de/ )
- Autonomer 1.Mai Wuppertal ( http://autonomer1mai.noblogs.org/ )
- evtl. Euromayday Bochum (30.4. | http://euromayday.noblogs.org/)

Bloccupy Frankfurt (16.-19.5 | http://www.european-resistance.org/ )

No Border Camp KölnDüsseldorf (13.-22-07. | http://noborder.antira.info/ )

Antifacamp Dortmund (24.8.-2.9. | http://www.antifacamp.org/ )

Update zur Situation des Autonomen Zentrum Köln und zur Kampagne Kein Tag ohne! ( http://az-koeln.org | http://keintagohne.az-koeln.org )

 

Vorher Brunchen
Günstigerweise gibt es an diesem Sonntag ab 11 Uhr einen veganen
Brunch in der Nantoka-Bar
des AZ, so dass für alle die etwas früher
kommen für ein leckeres Frühstück gesorgt ist.

Wir sehen uns am Sonntag!

Autonomes Zentrum Köln | Wiersbergstrasse 44. | Köln-Kalk

Bericht zur 10. Autonomen Vollversammlung NRW am 18.03.2012

Am 18.03.2012 fand bereits zum 10ten mal die AVV NRW statt. Diesmal im AZ Mülheim mit Teilnehmer_innen von Aachen bis Bielefeld. Die nächste Vollversammlung für Autonome Politik NRW findet am 29.04.2012 ab 13 Uhr im AZ Köln-Kalk statt.

Bericht:
Neben diversen Aktionen, Camps und Kampagnen (dazu weiter unten) gab es auch eine Reflektion über die AVV selber. Es wurde unter anderem festgestellt, dass die AVV NRW zunehmend zu einer Art Delegierten-Versammlung geworden ist, zu der vor allem Vertreter_innen der verschiedenen Organisationen und Bündnissen kommen. Auch wurde bemängelt dass die AVV eher eine Mobi-Veranstaltung für einzelne Termine sei, anstatt Raum für inhaltliche Diskussion. Auf der anderen Seite wurden Ideen wie das Antifacamp in Dormund gemeinsam auf einer der AVVs entwickelt. Ferner wurde es von einigen nicht negativ bewertet, dass die AVV als (über)regionales “Delegierten-Treffen” genutzt wird. Es wäre jedoch wünschenswert, die AVV wieder attraktiver für mehr Leute zu machen. Dazu soll sie in Zukunft verstärkt beworben werden u.a. durch ein gemeinsame Plakate.

Themen an die weiter angeknüpft werden kann:

1. Mai

- Bochum: Hier gibt es eine Vorabenddemo am 30.04.2012, den Euromayday. Demonstriert wird gegen den Kapitalismus. Die Demoroute wird durch die Stadt gehen, eventuell gibt es danach ein Konzert.
euromayday.noblogs.org/

- Wuppertal: Hier findet die jährliche autonome 1. Mai-Demo statt, Motto dieses Mal ist „Es wird Zeit“. Demonstriert wird gegen die Kürzungsprogramme in den Kommunen, Sparmaßnahmen, Hartz 4, das Aushebeln der Demokratie. Es soll auch eine breite Schicht von Bürgern eingebunden werden. Um auf die massive Polizeipräsenz vorbereitet zu sein, ist die Koordination von mehreren Organisationen notwendig. Außerdem ist Wuppertal eine Hochburg der Nazis. Nach der Demo gibt es noch ein Straßenfest und ein Rockkonzert.
autonomer1mai.noblogs.org/

- Bonn: Freie Kameradschaften wollen am 1. Mai hier marschieren, es werden bis an die 1.000 Nazis erwartet. Der Aufmarsch in Dortmund wurde gecancellt weil sich Nazis beschwert hatten, dass immer so viele Märsche in Dortmund und nicht anderswo stattfinden. antifabuendnis.blogsport.de/

Generell wurde in der AVV noch besprochen wie sinnvoll es ist, immer zum 1. Mai Demos zu veranstalten, für manche ist es ein traditioneller Tag, den sie nutzen wollen, für andere hat er keine Bedeutung mehr. Es wurde überlegt, zukünftig die autonomen Aktivitäten am 1. Mai auf eine Stadt zu konzentrieren anstatt sie auf viele Städte zu verteilen.

AZ Köln Kalk
Da die Stadt Köln beschlossen hat, den Nutzungsvertrag des AZ zu kündigen, muss das Kündigungsschreiben jederzeit erwartet werden. Gemäß der Kündigungsfrist hat das AZ dann noch 3 Monate bis das Haus übergeben werden muss. Die Vorbereitungen für diesen Tag laufen auf Hochtouren. Für das AZ ist klar, dass sie das Haus notfalls verteidigen werden. Hierzu soll auch der Aktionskonsens noch einmal überdacht werden. Teilnehmer der AVV regten an, in den nächsten Zeit auch “Aufspringkonzepte” für Auswärtige für den Tag der Räumung zu erarbeiten, damit sie auch kurzfristig reagieren können und ggf. Aktionen außerhalb des Hauses stattfinden.
Website: KeinTagOhne.az-koeln.org

Organize-Kampagne
Diese Kampagne startet gerade und soll im Ruhrgebiet stattfinden. Sie will die politische Selbstorganisation fördern und richtet sich hauptsächlich an unorganisierte Menschen, aber auch Organisationen, die noch Input brauchen.
Ab April 2012 wird Workshops zu den Themen Strukturenschutz und Öffentlichkeitsarbeit geben. Weitere Themenvorschläge sind erwünscht.
Die Kampagne braucht noch Unterstützung durch Bekanntmachung auf Websites und Verteilung der Flyer.
Website: organize.blogsport.eu

No Border-Camp in Köln, 13.-22.07.2012
Zu diesem Camp gab es parallel zur AVV-NRW ein Vorbereitungstreffen in Köln, ein weiteres soll am 14.-15.04. in Hamburg stattfinden, ein anderes ist im Ruhrgebiet geplant. Es werden noch Helfer_innen in den Bereichen Kulturprogramm, Öffentlichkeitsarbeit und Finanzen gesucht.
Schwerpunkte des Camps sind die Sammelabschiebungen von Roma, Antiziganismus, gesellschaftlicher Rassismus, die Lage der Flüchtlinge, Flucht & Migration. Die Vorbereitungen laufen in Zusammenarbeit mit Flüchtlingsorganisationen.
E-Mail Kontakt: noborder-cologne2012 [ät] riseup.net
Website: noborder.antira.info/ )

Antifacamp in Dortmund, 24.08.-02.09.2012
Das Camp versteht sich als Offensive gegen den Antikriegstag der Nazis Anfang September. Es wird für mehrere hundert Antifas ausgelegt sein. Der Ort soll möglichst in Dorstfeld oder fußläufig dorthin liegen. Der Mythos Dorstfeld (Hochburg der Nazis in Dortmund) soll so überwunden werden. Geplant ist ein Zeltlager. Es wird auch über ein Schutzkonzept gegen Angriffe von Nazis oder Polizei nachgedacht.
Als Themenschwerpunkte sind Rassismus und Anitmilitarismus vorgesehen. Das Programm soll auch Vorträge beinhalten, setzt seinen Schwerpunkt aber auf Aktionen. Die Spaltungslinien innerhalb der Antifa-Bewegungen sollen hierbei überwunden werden.
Das Camp braucht noch Unterstützung z. B. durch Soli-Konzerte, evtl. in Verbindung mit Mobi-Veranstaltungen im Juni/Juli 2012.
E-Mail Kontakt: campdo12@riseup.net
Website: antifacamp.org

Camp in Magdeburg, 3. Septemberwoche 2012
Für den Afghanistaneinsatz macht die Bundeswehr Übungen in einem Camp 30 km nördlich von Magdeburg. Den gilt es zu stören. Die Aktivitäten lassen sich mit denen im Wendland vergleichen. Es findet z. Zt. ein Austausch mit französischen Genoss_innen statt, um gemeinsame Strategien zu entwickeln.
Es wird u. U. eine gemeinsame Anreise aus NRW geben, jedoch sind PKWs vor Ort wichtig für die Mobilität. Der Aufruf ist in Arbeit, Mobi-Veranstaltungen sind geplant.

Westcastoren aus Jülich, ab Mitte Oktober 2012
Ab Oktober 2012 sollen 150 Behälter mit atomaren Brennstäben von Jülich nach Ahaus über die Autobahn transportiert werden. Es ist aber auch im Gespräch dass die Brennstäbe bis 2016 in Jülich gelagert werden könnten.
Wenn die Westcastoren im Oktober rollen werden, sind alle 2 Wochen Straßentransporte bis Mitte 2013 geplant. Dabei fungiert Ahaus aber nur als Zwischenlager, weil die Brennstäbe für die Endlagerung wieder in Jülich aufbereitet und zurück transportiert werden müssen.
Es gibt Überlegungen, wie der Transport auf der Strecke gestoppt werden könne. Mitte April 2012 gibt es dazu eine Anti-Atom-Konferenz in Ahaus.

Weitere Themen / Aktionen die seit der AVV gelaufen sind:

Aktionstag zu Dublin II in Düsseldorf, 30.03.2012
Am 30.03.2012 soll es am Düsseldorfer Flughafen Proteste gegen die Abschiebungen nach Dublin II geben. Dublin II ist ein Übereinkommen der EU-Staaten, das besagt, dass jenes Land für das Asylverfahren der Flüchtlinge zuständig ist, in das sie als erstes nach Europa einreisen. Dies sind meistens die Länder an der Peripherie wie Italien, Malta, Griechenland. Flüchtlinge in anderen EU-Staaten werden in diese Länder zurück geschoben, dort sind die Flüchtlingslager daher komplett überfüllt. Ein Drittel aller Abschiebungen finden nach Dublin II innerhalb der EU statt. Website: dublin2.info

M31 in Frankfurt, 31.03.2012
Die Demonstration am 31.03. wird vom Bündnis UmsGanze in Zusammenarbeit mit Frankfurter Gruppen organisiert. Es wird eine stark linksradikale Demo werden, mehrere Busse fahren aus verschiedenen Städten dorthin. Es werden etwa 2.000-3.000 Anti-Kapitalist_innen erwartet. Die Demo wird im Bankenviertel von Frankfurt stattfinden, es ist eine Besetzung der Baustelle der EZB geplant und es soll auch weitere Aktionen aus der Demo heraus geben. Es wird versucht werden einen Wanderkessel der Bullen zu vermeiden. Es finden Demonstrationen hierzu in weiteren 7 Ländern statt.

Naziaufmarsch in Stolberg, 04.04./07.04.2012
Der Naziaufmarsch am 31.03. in Eschweiler wurde abgesagt, aber es gibt noch zwei angemeldete Demos der Nazis in Stolberg, und zwar einen Fackelmarsch am 04.04. und einen Trauermarsch am 07.04.2012. Gegen den Fackelmarsch gibt es in Stolberg am 04.04. eine Demo um 18:00 Uhr, die sich auch gegen das Bündnis gegen Faschismus richtet, weil dieses die Antifas als “Linksextremisten” ablehnt und die Nazis nur aus der Innenstadt raus haben möchte. Für den Marsch am 07.04. werden etwa 400-500 Nazis erwartet. Auf dem Weg hin zur Kundgebung wird es ein schweigender Trauermarsch, auf dem Weg zurück ein Parolenmarsch. Die Bahnen von den Treffpunkten in Köln und Aachen kommen etwa zeitgleich in Stolberg an, dann können die Antifas gemeinsam in die Stadt gehen um dort zu blockieren.

RWE Unplugged
Geplant ist ein Protestcamp der bürgerlichen Antiatomszene am 18.-19.04.2012 an der Grugahalle Essen, wo die RWE Jahreshauptversammlung stattfindet

Wie oben schon erwähnt wird die 11. AVV-NRW am 29.04.2012 im AZ Köln Kalk stattfinden. Also bis Sonntag!

Input für die 10. AVV-NRW

Diskussionspapier für ein bundesweites Antifa-Camp vom 24.08. – 02.09.2012 in Dortmund

Warum Dortmund

Dortmund ist seit Jahren für sein Naziproblem bekannt. Der sogenannte “Nationale Antikriegstag” hat ähnlich wie das faschistische “Gedenken” an die Bombardierung Dresdens bundesweite Bedeutung für die Naziszene. Die Dortmunder Nazistrukturen machen immer wieder durch offensive Aktionen, bewaffnete Übergriffe und Anschläge von sich reden. Im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld haben sich neonazistische Strukturen über Jahre hinweg durch mehrere Wohngemeinschaften und das “Nationale Zentrum” ausbreiten können. Die wichtigsten Akteure sind der “Nationale Widerstand Dortmund (NWDO)” und die “Skinhead-Front Dorstfeld”.
‘Input für die 10. AVV-NRW’ weiterlesen

Einladung zur 10. AVV-NRW

Nach einigen terminlichen Problemen möchten wir euch hiermit zur 10. Vollversammlung für autonome Politik in NRW einladen. Termin ist Sonntag der 18.03.2012 um 13 Uhr im AZ Mülheim. Wir würden gerne pünktlich beginnen, das AZ wird aber bereits ab 12 Uhr zu Kaffee und Frühstück geöffnet sein.

Für die Tagesordnung haben wir uns folgende Punkte überlegt, die auf Wunsch aber natürlich zu ergänzen sind:

  1. Bundesweites Antifacamp Dortmund (24.08.-02.09.)
  2. 1. Mai 2012
  3. NoBorderCamp Köln im (13.-22-07.)
  4. „Westcastoren“ von Jülich nach Ahaus (2012/2013)

Wir wollen uns für diese und eventuelle weitere Themen bis ca. 18 Uhr Zeit geben und in der Mitte ca. 30 Minuten Pause einschieben. Wenn ihr noch andere Themen habt, die ihr auf der kommenden AVV besprechen möchtet, mailt uns diese bitte an autonomepolitiknrw [at] riseup.net. Wir sehen uns am 18.3.!

die AVV Vorbereitungsgruppe aus Mülheim

Neues zur 10. AVV – NRW in Mülheim

Liebe Freund_innen der Vollversammlung für autonome Politik!

Wie ihr sicher schon bemerkt habt, lässt eine Einladung für die nächste AVV derzeit auf sich warten – eigentlich hätte sie anfang Februar im AZ-Mülheim stattfinden sollen. Leider fand sich kein Termin, an dem wir die AVV problemlos hätten stattfinden lassen können. Hinzu kamen noch ein paar andere wichtige Dinge, die uns kurzfristig von unseren Vorbereitungen abbrachten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Die nächste AVV wird jetzt wie geplant im AZ-Mülheim im März 2012 stattfinden. Eine Einladung mit Tagesordnung folgt in den nächsten Tagen, wir hielten es jeodch für wichtig, euch über die Gründe für die Verzögerung einen kurzen Hinweis zu geben.

Wir sehen uns im März!

Eure AVV-Vorbereitungsgruppe aus Mülheim

Einladung zur 9. AVV-NRW

Wir laden euch alle sehr herzlich zur 9. NRW-weiten Vollversammlung für autonome Politik (AVV-NRW) am 4.12.2011 in das Autonome Zentrum Wuppertal (Markomannenstr.3) ein.
Ab 12:00 geht es mit leckerer Vokü los, ab 13:00 Uhr starten die Themen-Blöcke.

Unsere Themen-Vorschläge sind:

  • Castor-Nachblick
  • Antifaschistische Aktivitäten in NRW
  • 1.Mai
  • Antimilitaristischer Widerstand
  • (Debatte Alltagsmilitanz)
  • Natürlich gibt es auf der AVV auch noch die Möglichkeit, eigene Themen einzubringen.

    Castor-Nachblick

    Vom 23.11.2011 bis Ende offen wird wieder mittels tausender Bullen versucht, den Castor von La Hague nach Gorleben zu karren.
    Auch dieses Jahr wird es massiven Widerstand geben. Verschiedenste Kampagnen rufen zu Aktivitäten auf. Das Spektrum der angekündigten Aktionen reicht von Sitzblockaden bis zu Sabotage an der Schiene oder der Bullen-Infrastruktur. Wie wird es wohl gelaufen sein? Konnte der Castor-Transport verhindert werden? Wie konnte das geschafft werden? Was war gut? Was war schlecht? Haben die unterschiedlichsten Formen ein gemeinsames Bild abgegeben, sich unterstützt, aufeinander aufgebaut? Habt ihr schon Analysen?
    Wir wollen nach so kurzer Zeit keine Nachbereitung machen, sondern nur erste Eindrücke sammeln und austauschen.

    Antifaschistische Aktivitäten in NRW

    Zunehmend gibt es Probleme mit sehr offensiven und gefährlichen, organisierten Nazis, die sich im Rheinland schwerpunktmäßig in der AG Rheinland organisieren. Am stärksten erscheinen die Nazis momentan in Wuppertal und Leverkusen. Aber nicht nur hier zeigt sich, dass es in NRW mittlerweile ein handfestes Naziproblem gibt. Nach wie vor gibt es die „alten“ Hochburgen in NRW: Aachen und Dortmund. In Hamm wollen Nazis einen jährlichen Aufmarsch etablieren. Und auch in Bochum – Langendreer ist eine Naziclique unterwegs, die Linke und Migrant_innen bedroht und tätlich angreift.
    In Zeiten der Krise könnten faschistische, rassistische und antisemitische Ideologien massiv an Raum gewinnen. Höchste Zeit, aus autonom-antifaschistischer Perspektive dagegen zu halten. Wie könnte das praktisch aussehen?

    1.Mai

    Obwohl noch ein halbes Jahr hin, scheint es uns, in Anbetracht, dass sich die VV bis dann vermutlich nur noch zweimal treffen wird, sinnvoll zu sein, das Thema 1.Mai 2012 schon einmal Ende 2011 anzusprechen. Im letzten Jahr gab es zwei Demos unter Beteiligung von autonomen/linksradikalen Strukturen in NRW. Einmal den Euro-May-Day in Dortmund, eine Bündnis-Aktion, und die autonome 1.Mai-Demo in Wuppertal, wie der Name schon sagt, eine autonome Demo.
    Im letzten Jahr wurde die autonome 1.Mai-Demo in Wuppertal eher mäßig besucht und die eigenverantwortliche Beteiligung war noch geringer als die Jahre zuvor. Was sehr problematisch ist, da die Demo von einem starken Bullen-Aufgebot genervt wird und einen selbstbestimmten Punkt zu setzen, immer schwerer wird. Dennoch wurde bei der VV nach dem 1.Mai 2011 durchaus der Wunsch geäußert, weiterhin eine autonome 1.Mai-Demo in NRW zu haben. Das wir nur befriedigend möglich sein, wenn sich auch NRW-weit Strukturen einbringen.

    Antimilitaristischer Widerstand

    Am 4.12.2011, also am Tag der AVV, findet auf dem Petersberg in Bonn die Nato-Afghanistankonferenz statt.
    Da Deutschland in Afghanistan Krieg führt und zunehmenden auf dem ganzen Globus militärisch unterwegs ist, was sich voraussichtlich, im Zuge der Umstrukturierung der Bundeswehr, noch ausweiten wird, wäre dies eine gute Gelegenheit, antimilitaristisch aktiv zu werden. Doch der Widerstand ist nicht sehr stark. Warum?
    Wo es doch ansonsten immer wieder sehr erfreuliche Aktionen gegen die Bundeswehr unterschiedlichster Art gibt. Denn im Inland vor unser Nase schreitet der Versuch der Bundeswehr, die Gesellschaft zu durchdringen, voran. Glücklicherweise sind viele Menschen noch desinteressiert und lassen sich nicht werben. Im Zuge der Verschlankung der Bundeswehr wird es zu Outsourcing kommen, wodurch die zivilmilitärische Zusammenarbeit intensiviert wird.

    Debatte „Alltagsmilitanz“

    Es gab nach der letzten VV den Wunsch, das Thema „Alltagsmilitanz“ weiter zu besprechen. Bislang gibt es aber keinen inhaltlichen Input. Da wir fürchten, dass eine Debatte ohne Diskussionsgrundlage eher unfruchtbar wäre, wollen wir das Thema Alltags-Militanz bei dieser VV nicht behandeln und hoffen auf einen inhaltlichen Input zur übernächsten VV.
    Sollte es kurzfristig noch einen Input geben, würden wir das Thema noch einschieben.

    Da es gerade Probleme mit der E-Mail-Adresse gibt, bitten wir Euch mögliche Inputs oder Anregungen an folgende E-Mail-Adresse zu schicken: autonomepolitiknrw [at] riseup.net (pgp-Key)

    Bericht der 8. AVV-NRW

    Protokoll der 8. AVV in Bochum am 24.09.2011

    TOPs:

    I. Orga

    II. Nachbereitung Dortmund

    III. Debatte Alltagsmilitanz

    IV. Castortransport November 2011

    V. Einheitsfeierlichkeiten

    VI. Sonstiges/Ankündigungen

    VII. Termine

    I. Orga

    Es wurde vorgeschlagen, eine AVV auch in Städten ohne AZ auszurichten, indem man als Tagungsort ein Haus temporär besetzt. Jedoch soll das erst bei wieder wärmeren Temperaturen umgesetzt werden. Die nächste AVV wird am 4. Dezember 2011 ab 12 Uhr in Wuppertal stattfinden.

    II. Dortmund Nachbereitung

    Positiv bei den Protesten gegen den diesjährigen Nazi-Aufmarsch in Dortmund wurde resümiert:

    • Bündnisse reden mehr miteinander als letztes Jahr
    • Auch Bürgerliche haben blockiert
    • EA hat gut funktioniert

    Aus negativen Erfahrungen werden folgende Perspektiven für nächstes Jahr gefolgert:

    • Die Bündnisse müssen noch mehr aufeinander zugehen und die Absprachen müssen besser werden.
    • Die Mobilisierung muss besser werden. Sie war dieses Jahr sehr auf die radikale Linke ausgerichtet, doch auch die Bürgerlichen müssen als Zielgruppe mehr in den Fokus gerückt werden.
    • Die Pressearbeit muss auch während und nach der Demo verstärkt fortgesetzt werden. Dieses Jahr behauptete die Polizei, von 1500 gewaltbereiten Linken angegriffen worden zu sein und die Presse hat aktuell keine anderslautenden Infos aus anderen Quellen. Auch die Bullenrepression muss durch Stellungnahmen und Pressemitteilungen vermehrt zum Thema für eine breite Öffentlichkeit werden.
    • Die Vorbereitungen sollten das nächste Mal früher beginnen, bereits im Januar/Februar, sodass Mitte Juni alles steht. Danach ist es schwierig, die Leute zu erreichen (Ferien, Urlaub etc.)
    • Das Bürgerspektrum soll vermehrt von der Legitimität von Sitzblockaden überzeugt werden. Das funktionierte schon dieses Jahr ganz gut, hat aber noch Potenzial.
    • Die Nazi-Mobi per Bus in mehreren Städten verlief weitestgehend ungestört, u.a. weil die Polizei die Termine unter Verschluss hielt. Das muss nächstes Jahr mehr bekämpft werden.
    • Zur richtigen Strategie gab es mehrere Vorschläge, das diesjährige Konzept, in großen Gruppen die Polizeiketten zu durchbrechen wurde kritisiert, weil ein solch vergleichsweise militantes Vorgehen das Bürgerspektrum abschrecken kann und seine Einbindung in Proteste und Blockaden erschweren kann. Wird dieses Konzept nächstes Jahr fortgesetzt, muss der Eigenschutz z.B. durch Overheadfolien verbessert werden. Eine andere Möglichkeit wäre es, dezentraler zu agieren und bereits am Vorabend der Demo den Stadteil zu besetzen, durch den die Nazis laufen wollen, oder in Häusern an der Route zu übernachten, um leichter auf die Route zu kommen (Pennplatzbörse organisieren).
    • Es kam vermehrt zu rechten Übergriffen im Vorfeld der Demo, die juristisch nicht weiter verfolgt wurden. Gibt es so etwas wie Straffreiheit für Nazis? Das muss öffentlich mehr thematisiert werden.
    • Nicht reine Feuerwehrpolitik betreiben, sondern z.B. selbst ein oder zwei Wochen vor der Demo ein Antifa-Camp organisieren

    III. Debatte Alltagsmilitanz

    Folgende Aspekte wurden thematisiert:

    • Man kann die spontane Wut bei Behördengängen etc. als Auslöser für Aktionen nutzen.
    • Wie breit kann man Militanz fassen? Was ist militant?
    • Zeitproblem: Wie lässt dich Militanz neben Beruf, Studium und Familie etc. leben?
    • Repressionen sind dabei auch ein Problem
    • Lässt sich der Begriff neu definieren, zu etwas rein positivem?
    • Man braucht einen ‘Kraken’ bzw. ein soziales Netz, dass einen auffängt, wenn man aufgrund seiner Militanz unter Repressionen leidet, z.B. wenn man sich im Job beschwert und deswegen rausgeworfen wird. Dazu müsste man Kollektive gründen.
    • Auf der nächsten AVV soll diskutiert werden, wie sich Militanz praktisch praktizieren lässt. Schreibt dazu Texte, die man als Input für die Diskussion verwenden kann, und schickt sie an avvnrw@riseup.net.

    Zum Stand der Diskussion, siehe auch autonomepolitik.blogsport.de und weitere Textbeiträge.

    IV. Castortransport November 2011

    Der Castortransport wird am 25. November durchs Wendland rollen. Es gibt zwei Aufrufe, die sich gegen den Transport richten: Zum einen wird Castor schottern! wieder aktiv sein. Es wird mehrere Anläufe zu unterschiedlichen Zeitpunkten geben. Diese Aktionen werden auch anschlussfähig sein. Es wurde stark diskutiert, ob man die Polizeiketten durchbrechen muss, oder ob man sie auch um- und durchfließen kann. Es sind Camps in Metzingen und Dahlenberg geplant. Für Leute, die zum ersten Mal hinfahren, wird die Rallye Monte Göhrde empfohlen. Nach den Erfahrungen des letzten Jahres wird die Polizei versuchen, Aktionen auf den Gleisen sofort zu unterbinden.

    Zum anderen ruft Atomstaat stilllegen (http://www.castor2011.org/) dazu auf, dezentral die Strukturen der Polizei anzugreifen und sie so im Wendland zu schwächen.

    Am 4. November um 19.30 Uhr gibt’s es im SZ Bochum eine Mobi-Veranstaltung von Castor schottern! Am 5. November um 14 Uhr soll es eine Castor NRW VV geben, wo Interessierte Mitfahrgelegenheiten absprechen können etc. Es dient der Vorbereitung.

    V. Einheitsfeierlichkeiten

    Entfällt, da die Referenten*innen nicht da waren.

    VI. Sonstiges/Ankündigungen

      Es wird überlegt, 2012 ein No Border Camp in Düsseldorf zu veranstalten. Alle Gruppen werden dazu aufgerufen, sich zu beteiligen. Themen könnten z.B. Frontex und Antiziganismus sein. Diese Themen können aber noch verändert, ergänzt und erweitert werden. Dazu gibt es am 23. Oktober in Köln ein erstes Treffen. Interessierte Gruppen können sich an abschiebestop@riseup.net wenden.

      Außerdem wurde auf eine Kampagne gegen Datenklau durch das BKA hingewiesen.

    VII. Termine

    Castor-VV abgesagt – Empfehlungen für andere Veranstaltungen

    Die NRW-weite Castor-Vollversammlung, die bei der letzten Vollversammlung für autonome Politik vorgeschlagen und dort schon für den 05.11.2011 im Sozialen Zentrum Bochum angedacht wurde, kann leider nicht stattfinden. Stattdessen hier eine unvollständige Liste an alternativen Informations- und Diskussionsveranstaltungen zum Castor-Transport im November:

    Außerdem werden folgende Websiten für weitergehende Informationen empfohlen:

    Zur Vorbereitung kann ein auch Blick auf das vergangene Jahr hilfreich sein, deshalb hier nochmal der Link autonomen Reader “nach dem Castor 2010″ (Version 3, 64 Seiten).

    Input für die 8. AVV-NRW

    Inputvorschläge für die 8. AVV:

    Input zur Alltagsmilitanz

    „Wir haben alle keine Zeit“

    Militanz ist viel mehr als die körperliche Auseinandersetzung und das Verstoßen gegen deutsche Paragraphen: Militanz verstehen wir als eine kämpferische Lebenseinstellung, als einen Kampf für eine eigene emanzipatorische Utopie.
    Im Gegensatz zu den 80er Jahren, der vermeintlichen Hochzeit der autonomen Bewegung, stehen wir heute alle unter erhöhtem Reproduktionsdruck und haben weniger Zeit für Politik. Die Freiräume sich diesem Druck zu entziehen werden immer geringer und der Trend hin zur Individualisierung erschwert gemeinsames Handeln. Anstrengende Jobs, Kinder die Aufmerksamkeit wollen, Bachelorstudiengänge und Behörden erscheinen als immer größere Hürden, die augenscheinlich nur individuell zu bewältigen sind. Der tägliche Kampf mit der Lohnarbeit und um BAföG und Hartz IV ist existenziell und wird meist völlig alleine geführt. Für uns ist es offensichtlich, dass praktische Lösungen zu diesen Problemen her müssen, um die Grundlage für militantes Handeln im Alltag zu schaffen. Wir schlagen vor, gemeinsam mit euch diesen Aspekt der Militanzdebatte zu diskutieren.

    Vorschlag:

    1. in Arbeitsgruppen diskutieren
    2. im Plenum vorstellen, gemeinsam diskutieren
    3. zu Hause: Lösungsvorschläge, Ideen, Diskussionsbeiträge etc. ausformulieren und zuschicken

    Inputs zum Castor 2011

    Als Lektüre zur Vorbereitung auf eine Diskussion zum kommenden Castor-Transport Ende November empfehlen wir den Aufruf zur autonomen Kampagne „Atomstaat stilllegen! Castor 2011 – weiträumig unkontrollierbar renitent“ und den Aufruf “Castor 2011 – ja, wir stören!“ von støren-friedA aus dem widerStandsNest Metzingen.

    Einladung zur 8. AVV-NRW

    Am Samstag(!), den 24. September 2011 findet ab 12.00 Uhr im Sozialen Zentrum in Bochum die achte NRW-weite Vollversammlung für autonome Politik (AVV-NRW) statt. Seit nunmehr einem Jahr hat diese den Anspruch, ein Forum bieten, in dem Erfahrungen ausgetauscht und auch kritische Auseinandersetzungen solidarisch auf gemeinsamer politischer Grundlage geführt werden können.

    Auf der letzten AVV-NRW wurden die folgenden Themenvorschläge erarbeitet: Nachbereitung des 3. Septembers in Dortmund, Weiterführung der Debatte zu Alltagsmilitanz, Castor-Vorbereitung, Vorstellung weiterer Termine und Kampagnen. Natürlich gibt es auf der AVV auch noch die Möglichkeit, eigene Themen einzubringen.

    Dortmund-Nachbereitung

    In einem (selbst-)kritischen Rückblick aus autonomer Perspektive sollen die Aktionen gegen den “nationalen Antikriegstag” am 3. September in Dortmund reflektiert werden. Gleich drei Bündnisse sind angetreten, mit dem Anspruch, diesen zu verhindern. Ob das in diesem Jahr geklappt hat geklappt hat, was dabei gut und was schief gelaufen ist, darüber wollen wir gemeinsam mit euch reden.

    Debatte “Alltagsmilitanz”

    Um die “Wiedererlangung einer militanten Selbstverständlichkeit” voranzutreiben, soll im Anschluss an die Diskussionen im Rahmen des Kongresses für autonome Politik im Juni in Köln die Militanz-Debatte mit einem Schwerpunkt auf “Alltagsmilitanz” weitergeführt werden. Diese umschreibt der Vorbereitungsreader zum Köln-Kongress als “eine selbstbewusste Normalisierung und verbreiterte Einübung und Ausübung von emanzipativer Militanz – das Zurückerlangen einer militanten Haltung, die ebenfalls in der Lage ist sich selbstbewusst zu vermitteln und zu hinterfragen.”

    Nach einer einstündigen Essenspause am veganen Buffet mit der Möglichkeit, in Kleingruppen zu diskutieren, geht es weiter mit kommenden Kampagnen:

    Castor-Vorbereitung

    Der Castor steht vor der Tür! Trotz erhöhter Strahlenwerte in Gorleben wird der Transport vermutlich ab 25.11. Richtung Wendland rollen. Deshalb gilt weiterhin: Atomausstieg bleibt Handarbeit!

    Leider wird der Castor-Transport im diesjährigen November nicht der erhoffte Letzte sein, trotzdem oder gerade deswegen tut Vorbereitung Not. Daher ist angedacht, über Möglichkeiten des autonomen Widerstands im Wendland zu diskutieren. Neben einen zweiten Anlauf von “Schottern” und rufen autonome Gruppen zu dezentralen Aktionen auf.

    Termine & Kampagnen

    Raum für Vorstellungen und Diskussion überregionaler Kampagnen. Dieser Teil lebt davon, dass ihr vorstellt, was euch bewegt. Sei es der Naziaufmarsch in Hamm, die diesjährigen Einheitsfeierlichkeiten in Bonn oder weitere Terminankündigungen. Vergesst nicht, reichlich Mobimaterial mitzubringen.

    Wer noch Kaffee und Frühstück einwerfen möchte, kommt bereits um 12 Uhr ins Soziale Zentrum Bochum. Die Vollversammlung beginnt pünktlich um 13 Uhr und soll um 18 Uhr einen Abschluss finden.

    Vorschlag zum Ablauf

    • 12 bis 13 Uhr: ankommen und Frühstück
    • 13 bis 15 Uhr: Block I: Dortmund-Nachbereitung; Alltagsmilitanzdebatte
    • 15 bis 16 Uhr: Essenpause mit Freiraum für kleine Diskussionsgruppen
    • 16 bis 18 Uhr: Block II: Castor-Vorbereitung; Termine & Kampagnen

    Call for Papers

    Besonders zum Themenschwerpunkt “Alltagsmilitanz”, aber auch zu allen anderen Themen, gibt es im Vorfeld die Möglichkeit, Inputs über die Homepage zur VV zu verbreiten und dadurch eine Diskussionsgrundlage zu schaffen. Schickt uns dazu eure Beiträge an: avvnrw [at] riseup.net.

    Wir freuen uns auf euer Kommen und sagen bis bald!
    der AVV-Vorbereitungskreis aus Bochum

    Inputs & Infos zur VV: autonomepolitiknrw.blogsport.eu

    Die Einladung zum drucken & verteilen: /materialien/

    Kontakt: avvnrw [at] riseup.net”

    Anreiße per ÖPNV

    Das Soziales Zentrum in der Josephstr. 2 ist am leichtesten mit der U35 Bochum-Herne zu erreichen. Von Hauptbahnhof Bochum sind es 3 Stationen in Richtung Herne bis zur Haltestelle “Feldsieper Straße”. Hier den südlichen Ausgang zur Schmechtingstraße nehmen. Die Schmechtingstraße 120 Meter weiterlaufen bis zur Einmündung der Josephstr. Hier befindet sich das SZ Bochum.


    Was ist los in NRW

    Event Calendar

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