Einladung zur 9. AVV-NRW

Wir laden euch alle sehr herzlich zur 9. NRW-weiten Vollversammlung für autonome Politik (AVV-NRW) am 4.12.2011 in das Autonome Zentrum Wuppertal (Markomannenstr.3) ein.
Ab 12:00 geht es mit leckerer Vokü los, ab 13:00 Uhr starten die Themen-Blöcke.

Unsere Themen-Vorschläge sind:

  • Castor-Nachblick
  • Antifaschistische Aktivitäten in NRW
  • 1.Mai
  • Antimilitaristischer Widerstand
  • (Debatte Alltagsmilitanz)
  • Natürlich gibt es auf der AVV auch noch die Möglichkeit, eigene Themen einzubringen.

    Castor-Nachblick

    Vom 23.11.2011 bis Ende offen wird wieder mittels tausender Bullen versucht, den Castor von La Hague nach Gorleben zu karren.
    Auch dieses Jahr wird es massiven Widerstand geben. Verschiedenste Kampagnen rufen zu Aktivitäten auf. Das Spektrum der angekündigten Aktionen reicht von Sitzblockaden bis zu Sabotage an der Schiene oder der Bullen-Infrastruktur. Wie wird es wohl gelaufen sein? Konnte der Castor-Transport verhindert werden? Wie konnte das geschafft werden? Was war gut? Was war schlecht? Haben die unterschiedlichsten Formen ein gemeinsames Bild abgegeben, sich unterstützt, aufeinander aufgebaut? Habt ihr schon Analysen?
    Wir wollen nach so kurzer Zeit keine Nachbereitung machen, sondern nur erste Eindrücke sammeln und austauschen.

    Antifaschistische Aktivitäten in NRW

    Zunehmend gibt es Probleme mit sehr offensiven und gefährlichen, organisierten Nazis, die sich im Rheinland schwerpunktmäßig in der AG Rheinland organisieren. Am stärksten erscheinen die Nazis momentan in Wuppertal und Leverkusen. Aber nicht nur hier zeigt sich, dass es in NRW mittlerweile ein handfestes Naziproblem gibt. Nach wie vor gibt es die „alten“ Hochburgen in NRW: Aachen und Dortmund. In Hamm wollen Nazis einen jährlichen Aufmarsch etablieren. Und auch in Bochum – Langendreer ist eine Naziclique unterwegs, die Linke und Migrant_innen bedroht und tätlich angreift.
    In Zeiten der Krise könnten faschistische, rassistische und antisemitische Ideologien massiv an Raum gewinnen. Höchste Zeit, aus autonom-antifaschistischer Perspektive dagegen zu halten. Wie könnte das praktisch aussehen?

    1.Mai

    Obwohl noch ein halbes Jahr hin, scheint es uns, in Anbetracht, dass sich die VV bis dann vermutlich nur noch zweimal treffen wird, sinnvoll zu sein, das Thema 1.Mai 2012 schon einmal Ende 2011 anzusprechen. Im letzten Jahr gab es zwei Demos unter Beteiligung von autonomen/linksradikalen Strukturen in NRW. Einmal den Euro-May-Day in Dortmund, eine Bündnis-Aktion, und die autonome 1.Mai-Demo in Wuppertal, wie der Name schon sagt, eine autonome Demo.
    Im letzten Jahr wurde die autonome 1.Mai-Demo in Wuppertal eher mäßig besucht und die eigenverantwortliche Beteiligung war noch geringer als die Jahre zuvor. Was sehr problematisch ist, da die Demo von einem starken Bullen-Aufgebot genervt wird und einen selbstbestimmten Punkt zu setzen, immer schwerer wird. Dennoch wurde bei der VV nach dem 1.Mai 2011 durchaus der Wunsch geäußert, weiterhin eine autonome 1.Mai-Demo in NRW zu haben. Das wir nur befriedigend möglich sein, wenn sich auch NRW-weit Strukturen einbringen.

    Antimilitaristischer Widerstand

    Am 4.12.2011, also am Tag der AVV, findet auf dem Petersberg in Bonn die Nato-Afghanistankonferenz statt.
    Da Deutschland in Afghanistan Krieg führt und zunehmenden auf dem ganzen Globus militärisch unterwegs ist, was sich voraussichtlich, im Zuge der Umstrukturierung der Bundeswehr, noch ausweiten wird, wäre dies eine gute Gelegenheit, antimilitaristisch aktiv zu werden. Doch der Widerstand ist nicht sehr stark. Warum?
    Wo es doch ansonsten immer wieder sehr erfreuliche Aktionen gegen die Bundeswehr unterschiedlichster Art gibt. Denn im Inland vor unser Nase schreitet der Versuch der Bundeswehr, die Gesellschaft zu durchdringen, voran. Glücklicherweise sind viele Menschen noch desinteressiert und lassen sich nicht werben. Im Zuge der Verschlankung der Bundeswehr wird es zu Outsourcing kommen, wodurch die zivilmilitärische Zusammenarbeit intensiviert wird.

    Debatte „Alltagsmilitanz“

    Es gab nach der letzten VV den Wunsch, das Thema „Alltagsmilitanz“ weiter zu besprechen. Bislang gibt es aber keinen inhaltlichen Input. Da wir fürchten, dass eine Debatte ohne Diskussionsgrundlage eher unfruchtbar wäre, wollen wir das Thema Alltags-Militanz bei dieser VV nicht behandeln und hoffen auf einen inhaltlichen Input zur übernächsten VV.
    Sollte es kurzfristig noch einen Input geben, würden wir das Thema noch einschieben.

    Da es gerade Probleme mit der E-Mail-Adresse gibt, bitten wir Euch mögliche Inputs oder Anregungen an folgende E-Mail-Adresse zu schicken: autonomepolitiknrw [at] riseup.net (pgp-Key)

    Bericht der 8. AVV-NRW

    Protokoll der 8. AVV in Bochum am 24.09.2011

    TOPs:

    I. Orga

    II. Nachbereitung Dortmund

    III. Debatte Alltagsmilitanz

    IV. Castortransport November 2011

    V. Einheitsfeierlichkeiten

    VI. Sonstiges/Ankündigungen

    VII. Termine

    I. Orga

    Es wurde vorgeschlagen, eine AVV auch in Städten ohne AZ auszurichten, indem man als Tagungsort ein Haus temporär besetzt. Jedoch soll das erst bei wieder wärmeren Temperaturen umgesetzt werden. Die nächste AVV wird am 4. Dezember 2011 ab 12 Uhr in Wuppertal stattfinden.

    II. Dortmund Nachbereitung

    Positiv bei den Protesten gegen den diesjährigen Nazi-Aufmarsch in Dortmund wurde resümiert:

    • Bündnisse reden mehr miteinander als letztes Jahr
    • Auch Bürgerliche haben blockiert
    • EA hat gut funktioniert

    Aus negativen Erfahrungen werden folgende Perspektiven für nächstes Jahr gefolgert:

    • Die Bündnisse müssen noch mehr aufeinander zugehen und die Absprachen müssen besser werden.
    • Die Mobilisierung muss besser werden. Sie war dieses Jahr sehr auf die radikale Linke ausgerichtet, doch auch die Bürgerlichen müssen als Zielgruppe mehr in den Fokus gerückt werden.
    • Die Pressearbeit muss auch während und nach der Demo verstärkt fortgesetzt werden. Dieses Jahr behauptete die Polizei, von 1500 gewaltbereiten Linken angegriffen worden zu sein und die Presse hat aktuell keine anderslautenden Infos aus anderen Quellen. Auch die Bullenrepression muss durch Stellungnahmen und Pressemitteilungen vermehrt zum Thema für eine breite Öffentlichkeit werden.
    • Die Vorbereitungen sollten das nächste Mal früher beginnen, bereits im Januar/Februar, sodass Mitte Juni alles steht. Danach ist es schwierig, die Leute zu erreichen (Ferien, Urlaub etc.)
    • Das Bürgerspektrum soll vermehrt von der Legitimität von Sitzblockaden überzeugt werden. Das funktionierte schon dieses Jahr ganz gut, hat aber noch Potenzial.
    • Die Nazi-Mobi per Bus in mehreren Städten verlief weitestgehend ungestört, u.a. weil die Polizei die Termine unter Verschluss hielt. Das muss nächstes Jahr mehr bekämpft werden.
    • Zur richtigen Strategie gab es mehrere Vorschläge, das diesjährige Konzept, in großen Gruppen die Polizeiketten zu durchbrechen wurde kritisiert, weil ein solch vergleichsweise militantes Vorgehen das Bürgerspektrum abschrecken kann und seine Einbindung in Proteste und Blockaden erschweren kann. Wird dieses Konzept nächstes Jahr fortgesetzt, muss der Eigenschutz z.B. durch Overheadfolien verbessert werden. Eine andere Möglichkeit wäre es, dezentraler zu agieren und bereits am Vorabend der Demo den Stadteil zu besetzen, durch den die Nazis laufen wollen, oder in Häusern an der Route zu übernachten, um leichter auf die Route zu kommen (Pennplatzbörse organisieren).
    • Es kam vermehrt zu rechten Übergriffen im Vorfeld der Demo, die juristisch nicht weiter verfolgt wurden. Gibt es so etwas wie Straffreiheit für Nazis? Das muss öffentlich mehr thematisiert werden.
    • Nicht reine Feuerwehrpolitik betreiben, sondern z.B. selbst ein oder zwei Wochen vor der Demo ein Antifa-Camp organisieren

    III. Debatte Alltagsmilitanz

    Folgende Aspekte wurden thematisiert:

    • Man kann die spontane Wut bei Behördengängen etc. als Auslöser für Aktionen nutzen.
    • Wie breit kann man Militanz fassen? Was ist militant?
    • Zeitproblem: Wie lässt dich Militanz neben Beruf, Studium und Familie etc. leben?
    • Repressionen sind dabei auch ein Problem
    • Lässt sich der Begriff neu definieren, zu etwas rein positivem?
    • Man braucht einen ‘Kraken’ bzw. ein soziales Netz, dass einen auffängt, wenn man aufgrund seiner Militanz unter Repressionen leidet, z.B. wenn man sich im Job beschwert und deswegen rausgeworfen wird. Dazu müsste man Kollektive gründen.
    • Auf der nächsten AVV soll diskutiert werden, wie sich Militanz praktisch praktizieren lässt. Schreibt dazu Texte, die man als Input für die Diskussion verwenden kann, und schickt sie an avvnrw@riseup.net.

    Zum Stand der Diskussion, siehe auch autonomepolitik.blogsport.de und weitere Textbeiträge.

    IV. Castortransport November 2011

    Der Castortransport wird am 25. November durchs Wendland rollen. Es gibt zwei Aufrufe, die sich gegen den Transport richten: Zum einen wird Castor schottern! wieder aktiv sein. Es wird mehrere Anläufe zu unterschiedlichen Zeitpunkten geben. Diese Aktionen werden auch anschlussfähig sein. Es wurde stark diskutiert, ob man die Polizeiketten durchbrechen muss, oder ob man sie auch um- und durchfließen kann. Es sind Camps in Metzingen und Dahlenberg geplant. Für Leute, die zum ersten Mal hinfahren, wird die Rallye Monte Göhrde empfohlen. Nach den Erfahrungen des letzten Jahres wird die Polizei versuchen, Aktionen auf den Gleisen sofort zu unterbinden.

    Zum anderen ruft Atomstaat stilllegen (http://www.castor2011.org/) dazu auf, dezentral die Strukturen der Polizei anzugreifen und sie so im Wendland zu schwächen.

    Am 4. November um 19.30 Uhr gibt’s es im SZ Bochum eine Mobi-Veranstaltung von Castor schottern! Am 5. November um 14 Uhr soll es eine Castor NRW VV geben, wo Interessierte Mitfahrgelegenheiten absprechen können etc. Es dient der Vorbereitung.

    V. Einheitsfeierlichkeiten

    Entfällt, da die Referenten*innen nicht da waren.

    VI. Sonstiges/Ankündigungen

      Es wird überlegt, 2012 ein No Border Camp in Düsseldorf zu veranstalten. Alle Gruppen werden dazu aufgerufen, sich zu beteiligen. Themen könnten z.B. Frontex und Antiziganismus sein. Diese Themen können aber noch verändert, ergänzt und erweitert werden. Dazu gibt es am 23. Oktober in Köln ein erstes Treffen. Interessierte Gruppen können sich an abschiebestop@riseup.net wenden.

      Außerdem wurde auf eine Kampagne gegen Datenklau durch das BKA hingewiesen.

    VII. Termine

    Castor-VV abgesagt – Empfehlungen für andere Veranstaltungen

    Die NRW-weite Castor-Vollversammlung, die bei der letzten Vollversammlung für autonome Politik vorgeschlagen und dort schon für den 05.11.2011 im Sozialen Zentrum Bochum angedacht wurde, kann leider nicht stattfinden. Stattdessen hier eine unvollständige Liste an alternativen Informations- und Diskussionsveranstaltungen zum Castor-Transport im November:

    Außerdem werden folgende Websiten für weitergehende Informationen empfohlen:

    Zur Vorbereitung kann ein auch Blick auf das vergangene Jahr hilfreich sein, deshalb hier nochmal der Link autonomen Reader “nach dem Castor 2010″ (Version 3, 64 Seiten).

    Input für die 8. AVV-NRW

    Inputvorschläge für die 8. AVV:

    Input zur Alltagsmilitanz

    „Wir haben alle keine Zeit“

    Militanz ist viel mehr als die körperliche Auseinandersetzung und das Verstoßen gegen deutsche Paragraphen: Militanz verstehen wir als eine kämpferische Lebenseinstellung, als einen Kampf für eine eigene emanzipatorische Utopie.
    Im Gegensatz zu den 80er Jahren, der vermeintlichen Hochzeit der autonomen Bewegung, stehen wir heute alle unter erhöhtem Reproduktionsdruck und haben weniger Zeit für Politik. Die Freiräume sich diesem Druck zu entziehen werden immer geringer und der Trend hin zur Individualisierung erschwert gemeinsames Handeln. Anstrengende Jobs, Kinder die Aufmerksamkeit wollen, Bachelorstudiengänge und Behörden erscheinen als immer größere Hürden, die augenscheinlich nur individuell zu bewältigen sind. Der tägliche Kampf mit der Lohnarbeit und um BAföG und Hartz IV ist existenziell und wird meist völlig alleine geführt. Für uns ist es offensichtlich, dass praktische Lösungen zu diesen Problemen her müssen, um die Grundlage für militantes Handeln im Alltag zu schaffen. Wir schlagen vor, gemeinsam mit euch diesen Aspekt der Militanzdebatte zu diskutieren.

    Vorschlag:

    1. in Arbeitsgruppen diskutieren
    2. im Plenum vorstellen, gemeinsam diskutieren
    3. zu Hause: Lösungsvorschläge, Ideen, Diskussionsbeiträge etc. ausformulieren und zuschicken

    Inputs zum Castor 2011

    Als Lektüre zur Vorbereitung auf eine Diskussion zum kommenden Castor-Transport Ende November empfehlen wir den Aufruf zur autonomen Kampagne „Atomstaat stilllegen! Castor 2011 – weiträumig unkontrollierbar renitent“ und den Aufruf “Castor 2011 – ja, wir stören!“ von støren-friedA aus dem widerStandsNest Metzingen.

    Einladung zur 8. AVV-NRW

    Am Samstag(!), den 24. September 2011 findet ab 12.00 Uhr im Sozialen Zentrum in Bochum die achte NRW-weite Vollversammlung für autonome Politik (AVV-NRW) statt. Seit nunmehr einem Jahr hat diese den Anspruch, ein Forum bieten, in dem Erfahrungen ausgetauscht und auch kritische Auseinandersetzungen solidarisch auf gemeinsamer politischer Grundlage geführt werden können.

    Auf der letzten AVV-NRW wurden die folgenden Themenvorschläge erarbeitet: Nachbereitung des 3. Septembers in Dortmund, Weiterführung der Debatte zu Alltagsmilitanz, Castor-Vorbereitung, Vorstellung weiterer Termine und Kampagnen. Natürlich gibt es auf der AVV auch noch die Möglichkeit, eigene Themen einzubringen.

    Dortmund-Nachbereitung

    In einem (selbst-)kritischen Rückblick aus autonomer Perspektive sollen die Aktionen gegen den “nationalen Antikriegstag” am 3. September in Dortmund reflektiert werden. Gleich drei Bündnisse sind angetreten, mit dem Anspruch, diesen zu verhindern. Ob das in diesem Jahr geklappt hat geklappt hat, was dabei gut und was schief gelaufen ist, darüber wollen wir gemeinsam mit euch reden.

    Debatte “Alltagsmilitanz”

    Um die “Wiedererlangung einer militanten Selbstverständlichkeit” voranzutreiben, soll im Anschluss an die Diskussionen im Rahmen des Kongresses für autonome Politik im Juni in Köln die Militanz-Debatte mit einem Schwerpunkt auf “Alltagsmilitanz” weitergeführt werden. Diese umschreibt der Vorbereitungsreader zum Köln-Kongress als “eine selbstbewusste Normalisierung und verbreiterte Einübung und Ausübung von emanzipativer Militanz – das Zurückerlangen einer militanten Haltung, die ebenfalls in der Lage ist sich selbstbewusst zu vermitteln und zu hinterfragen.”

    Nach einer einstündigen Essenspause am veganen Buffet mit der Möglichkeit, in Kleingruppen zu diskutieren, geht es weiter mit kommenden Kampagnen:

    Castor-Vorbereitung

    Der Castor steht vor der Tür! Trotz erhöhter Strahlenwerte in Gorleben wird der Transport vermutlich ab 25.11. Richtung Wendland rollen. Deshalb gilt weiterhin: Atomausstieg bleibt Handarbeit!

    Leider wird der Castor-Transport im diesjährigen November nicht der erhoffte Letzte sein, trotzdem oder gerade deswegen tut Vorbereitung Not. Daher ist angedacht, über Möglichkeiten des autonomen Widerstands im Wendland zu diskutieren. Neben einen zweiten Anlauf von “Schottern” und rufen autonome Gruppen zu dezentralen Aktionen auf.

    Termine & Kampagnen

    Raum für Vorstellungen und Diskussion überregionaler Kampagnen. Dieser Teil lebt davon, dass ihr vorstellt, was euch bewegt. Sei es der Naziaufmarsch in Hamm, die diesjährigen Einheitsfeierlichkeiten in Bonn oder weitere Terminankündigungen. Vergesst nicht, reichlich Mobimaterial mitzubringen.

    Wer noch Kaffee und Frühstück einwerfen möchte, kommt bereits um 12 Uhr ins Soziale Zentrum Bochum. Die Vollversammlung beginnt pünktlich um 13 Uhr und soll um 18 Uhr einen Abschluss finden.

    Vorschlag zum Ablauf

    • 12 bis 13 Uhr: ankommen und Frühstück
    • 13 bis 15 Uhr: Block I: Dortmund-Nachbereitung; Alltagsmilitanzdebatte
    • 15 bis 16 Uhr: Essenpause mit Freiraum für kleine Diskussionsgruppen
    • 16 bis 18 Uhr: Block II: Castor-Vorbereitung; Termine & Kampagnen

    Call for Papers

    Besonders zum Themenschwerpunkt “Alltagsmilitanz”, aber auch zu allen anderen Themen, gibt es im Vorfeld die Möglichkeit, Inputs über die Homepage zur VV zu verbreiten und dadurch eine Diskussionsgrundlage zu schaffen. Schickt uns dazu eure Beiträge an: avvnrw [at] riseup.net.

    Wir freuen uns auf euer Kommen und sagen bis bald!
    der AVV-Vorbereitungskreis aus Bochum

    Inputs & Infos zur VV: autonomepolitiknrw.blogsport.eu

    Die Einladung zum drucken & verteilen: /materialien/

    Kontakt: avvnrw [at] riseup.net”

    Anreiße per ÖPNV

    Das Soziales Zentrum in der Josephstr. 2 ist am leichtesten mit der U35 Bochum-Herne zu erreichen. Von Hauptbahnhof Bochum sind es 3 Stationen in Richtung Herne bis zur Haltestelle “Feldsieper Straße”. Hier den südlichen Ausgang zur Schmechtingstraße nehmen. Die Schmechtingstraße 120 Meter weiterlaufen bis zur Einmündung der Josephstr. Hier befindet sich das SZ Bochum.

    Bericht der 7. AVV-NRW

    Es wird beschlossen, dass im Protokoll nur beschrieben wird, was diskutiert wird. Also kein Verlaufprotokoll. Sollten Menschen Interesse an einzelnen Themen haben, können sie ja nachfragen.

    BLOCK I – Rückblick, Ausblick

    Rückblick

    1) CHANGING REALITIES KONGRESS (17.-19.06. 2011 in Köln)
    Beim Rückblick auf den CHANGING REALITIES KONGRESS in Köln, wurde über die dort geführte Militanzdebatte reflektiert. Ziel der Diskussion in Köln war, das Selbstbewusstsein der Gruppen zum Thema Militanz zu stärken.
    Dabei ist es gefühlt in Köln aber nicht zu einem allgemeinen Aufbruch oder starken Impuls für die Szene gekommen. Außerdem wurde festgestellt, dass zwischen der theoretischen Behandlung des Themas und der eigenen Lebensrealität starke Differenzen gibt. Es wird der Wunsch geäußert, sich auf der nächsten AVV stärker mit dem Thema „Alltagsmilitanz“ zu befassen. Wie können wir es schaffen, radikale Positionen und Forderungen nicht nur im internen Klüngel zu diskutieren, sondern tatsächlich auch tagtäglich umzusetzen?
    2) 1000 Kreuze in Münster
    Bei den diesjährigen 1000 Kreuze Gegenprotesten, sind viele Menschen aus außerhalb von Münster gefangen genommen worden und werden voraussichtlich wegen Verstößen gegen das Versammlungsrecht mit einer Anklage zu rechnen haben. Betroffene Menschen können sich bei der Schwarz-Roten Hilfe in Münster melden.
    Ausblick
    1) Bad Nenndorf (06.08.2011)
    Der jährliche Naziaufmarsch in Bad Nenndorf ist der drittgrößte in Deutschland. Für dieses Jahr gibt es mehrere bürgerliche Demonstrationen und Kundgebungen an der Naziroute, unter anderem eine Gartenparty. Geplant ist eine gemeinsame Anfahrt. Es wird angeregt, einen guten Plan B zu haben, sollte die gemeinsame Anreise per Zug irgendwie vor Bad Nenndorf aufgehalten werden. Passt gut auf Nazis bei der An- und Abreise auf!! Scheinbar mobilisieren diese für Aktionen bei An- und Abreise-Bahnhöfen. Die Bullen werden wieder zuhauf am Start sein.
    2) Antikriegstag in Dortmund (2. und 3.09.2011)
    Es gibt mehrere Bündnisse gegen den Antikriegstag. Dabei ist erfreulich, dass radikalere Protestformen auch in bürgerlichen Kreisen zunehmend an Akzeptanz gewinnen. Es gibt Pläne, einen AntiFa-Zug zur gemeinsamen Anreise zu organisieren. Die Proteste sollen in drei Finger (Nord, Süd, Dortmund) zum Einsatz kommen. Am 2. Sep. gibt eine linksradikale Vorabenddemo. Für Pennplätze ist gesorgt.
    3) Hamm (1.10.2011)
    Die Nazis wollen in Hamm marschieren, aber wir werden auch da sein. Wobei es ein Erfolg wäre, wenn schon mal mehr Gegendemonstrant_innen als Nazis da wären. Ein Konzept für die Gegenaktionen besteht noch nicht.
    4) Tag der deutschen Einheit in Bonn (1.-3.10.2011)
    Das Motto der Gegenproteste lautet „Friede Freude, Eierkuchen“. Da niemand aus dem Vorbereitungsgruppen da ist, wird eine nähere Besprechung auf die nächste AVV verschoben.
    5) Wendland (November 2011)
    Es gibt einige Vorbereitungcamps. Auf der nächsten AVV soll eine kurze Reflexion der Schottern-Aktion stattfinden. Eine NRW-Vernetzung für die Wendlandproteste wird nicht als zweckmäßig angesehen.
    6) Solidarität mit den griechischen und spanischen Protesten
    Es wird als problematisch angesehen, hier so viel Energie darauf zu verwenden und fremde Kämpfe auszufechten. Es kommt der Vorschlag auf, lieber die Proteste nach Deutschland zu holen und hier aktiv zu werden. Es wird die Möglichkeit besprochen, eine Vernetzungstruktur aufzubauen, um schell auf Ereignisse reagieren zu können.

    BLOCK II – Freiraumdiskussion

    Menschen von der Roten Flora Hamburg sind da und berichten ausführlich von den Kämpfen um ihr Zentrum in den letzten Jahren. Die Flora ist vor Jahren von der Stadt an einen privaten Investor verkauft worden, der jetzt Ansprüche an die Gestaltung des Zentrums stellt. Zurzeit beherbergt sie unter anderen eine Fahrrad-, Motorrad- und Siebdruckwerkstatt. Außerdem finden Party und Konzerte statt und es treffen sich politische Gruppen in den Räumen. Die Vernetzung in den Stadtteil wird als schwach angesehen. Tatsächlich geht von der Flora momentan wenig gesellschaftliche Strahlkraft aus. Nichtsdestotrotz will sie als Störfaktor in der Stadt bestehen bleiben, was mit der neuen Kampagne (Flora bleibt unverträglich) noch einmal bestätigt wurde.
    Eine Recht-auf-Stadt-Gruppe hat sich gegründet, bei der nicht nur linksradikale Gruppen aktiv sind. Proteste entzünden sich immer wieder neu bei anstehenden Bauprojekten.
    Der Kampf um Freiräume soll nicht als Eigenzweck verstanden werden, sondern sollte auf die jeweilige Situation der Stadt und die Bedürfnisse der aktiven Gruppe(n) zugeschnitten sein.
    Die Situation in Hamburg lässt sich freilich nicht 1 zu 1 auf NRW beziehen.
    Die Diskussion wird nicht nach den angesprochenen Themen in der Einladung geführt.
    Was ist der Zweck des Kampfes um Freiräume? Protest gegen die herrschenden Besitzverhältnisse und das kapitalistische System. Und/Oder wegen dem Wunsch nach einem selbstverwaltetem Ort für politisch, soziale und kulturelle Gruppen und ohne Kommerz.
    Entscheidenden sei nicht, unter welchen Besitzstatus ein Objekt steht, sondern ob Impulse von dem Projekt für gesellschaftliche Veränderungen ausgehen. Klar aber ist auch, dass Orte gebraucht werden, in denen man sich organisieren kann.
    Die Verträglichkeit/Unverträglichkeit eines Projekts oder Freiraums ist sowohl abhängig von der Stadt als auch vom intendierten Ziel. Besetzungen sollen nicht als Selbstzweck verstanden werden. Ist der Kampf um Freiräume abhängig von Reaktionen/Repressionen des Staates um immer in Bewegung zu bleiben und nicht zu erstarren? Ist die Konzentration auf einen Ort positiv oder sollte man flexibel nach seinen Bedürfnissen Freiräume suchen? Findet eine Entpolitisierung bei etablierten erkämpften Freiräume über die Zeit statt? Als Beispiel wird das AJZ Bielefeld genannt, das bereits seit 38 Jahren besteht aber kaum mehr gesellschaftliche Strahlkraft besitzt, geschweige denn Impulse für Veränderungen setzt.
    Nächste AVV am 25.09.2011 in Bochum
    I Block – Alltagsmilitanz
    II Block – Rückblick und Ausblick (Auswertung Schottern-Aktion, Tag der dt. Einheit (Aktive einladen), Rückblick Dortmund)

    Einladung zur 7. AVV-NRW

    Liebe Genoss*innen und Freund*innen

    hiermit wollen wir euch kurzfristig zur 7. AVV-NRW einladen. Sie  wird am 24.7. im AJZ in Bielefeld stattfinden. Anfangen soll sie um 11.00 Uhr mit einem Frühstück und enden um ca. 19.00 Uhr.

    Auch für diese AVV liegt die Einteilung in die bewährter Zwei-Blöcke Aufteilung nahe.
    Zunächst könnten wir im ersten Block die seit der letzten AVV stattgefundenen Aktivitäten reflektieren. Aktuell sind wir uns in dieser Spate allerdings nur des Changing Reallities Kongresses bewusst. Anschließend könnten wir unsere Aufmerksamkeit auf die anstehenden  Aktivitäten richten. Da fallen uns aktuell der Naziaufmarsch in Bad Nenndorf (http://badnenndorf.blogsport.de/),
    der Anti-Kriegstag in Dortmund (https://alerta.noblogs.org/ | http://dortmundquer.blogsport.de/ | https://dortmundnazifrei.wordpress.com/) und
    die Proteste gegen die Einheitfeirlichkeiten vom 1.-3. Oktober ein (http://friede-freude-eierkuchen.net/). Wenn ihr etwas ergänzen wollt, dann meldet euch oder bringt es einfach mit zur AVV.

    Weil es letztes Mal das Bedürfnis nach einem Blick gen Hamburg auf die dortige Kampagne “rote flora bleibt unverträglich” gab, haben wir nun eine Referentin eingeladen, die die Kampange vorstellen wird.
    Für den zweiten Block haben wir die vielfältigen Aspekte und  Vorschlägen, die am Ende der letzten AVV gesammelt wurden zu fünf Themen  zusammengefasst:
    1. Gentrifizierung und Recht auf Stadt
    2. Konzepte um Freiräume aufzubauen: Welche gibt es? Was ist davon  (nicht) auf andere Städte übertragbar? Besetzen, Mieten, Kaufen?
    3. Freiräume, was passiert darin? Was ist ihr Zweck?
    Hier können wir uns folgende Fragen stellen:
    Was für einen Nutzen erhoffen wir uns von Freiräumen?
    Was wollen wir mit besetzten Häusern?
    4. Räumungs-, Schließungs- etc. Situationen
    Wie können Räumungstourist*innen eingebunden werden?
    Wie verfahren wir in stressigen Situationen? Wie können wir im  Vorhinein Strukturen anlegen, welche in eben jenen Räumungs-,  Schließungs- etc. Situationen greifen, bzw. weiterarbeiten?
    5. Verhandlungen
    Wie gehen Squats, ganz generell aber auch besonders in  Räumungssituationen, mit der Öffentlichkeit um? Wie wird zu wem und was  kommuniziert? Wie können wir unsere Art der Kommunikation verändern,  sodass unsere Anliegen stärker akzeptiert oder gar geteilt werden?
    Hier nochmal ein geraffter Zeit- und Tagesplan:
    11.00 Uhr Frühstück
    12.00 Uhr Organiatorisches / Sicherheitskram / Weitergabe der der VV an die nächste Stadt
    12.15 Uhr Erster Block: Reflexion und Ausblick
    14.45 Uhr (Nach-)mittagsessen
    15.45 Uhr Zweiter Block: Freiraum
    bis um 16.15 Uhr Vortag Referentin Rote Flora
    bis 17.15 Uhr Arbeits(gruppen)phase
    18.45 Uhr Reflektion der VV
    19.00 Uhr Ende
    Allgemein gilt, auch wenn es mittlerweile ein bisschen spät ist,  dass immernoch Vorschläge zu Themen, bzw. Angebote sich selbst mit  irgendwas einzubrigen herzlich willkommen sind. Wir sind uns bewusst,  dass diese Einladung reichlich spät kommt, hoffen aber auf euch, dass ihr sie möglichst schnell weitertragt und zur AVV-NRW am kommenden  Sonntag selber kommen könnt. Ansonsten freuen wir uns auf euch. Für  Essen ist, wie ihr bereits dem Tagesplan entnehmen könnt gesorgt. Wir sehen uns am Sonntag!
    Herzliche Grüße
    Genoss*innen aus Bielefeld
    Ps: Wie kommt ihr zum AJZ?
    Hier eine Wegbeschreibung:
    Ihr verlasst den Bahnhof durch das Hauptgebäude. Ihr geht weiter  geadeaus bis links ein dreieckiger Glastunnel unter die Erde führt. In  diesen geht ihr hinein und nehmt eine Bahn zum Jahnplatz (Linie 1  Richtung Senne; Linie 2 Richtung Sieker; Linie 3 Richtung Stieghorst und  Linie 4 Richtung Rathaus) dort verlasst ihr den Tunnel in der Richtung,  in die eure Bahn weiterfährt und nehmt oberirdisch am Bussteig E/F die  Busline 21 oder 22 in Richtung Heepen (wenn die Busse nicht in Richtung  Heepen fahren steht ihr auf der falschen Straßenseite). Nach ca. 10 min  Fahrt steigt an der Haltestelle Carl-Severing-Schulen aus. Ihr setzt  euren Weg in Fahrtrichtung fort, überquert eine Ampelkreuzung und  erreicht nach ca.150m auf der rechten Seite das AJZ.

    Bericht der 6. AVV-NRW

    Protokoll der AVV am 5.6.2011 in Oberhausen

    1.) Vergabe der nächsten AVV
    2.) Vergangene Aktionen
    3.) Zukünftige Aktionen
    4.) Out of Action
    5.) Freiräume
    6.) Diverses

    1.) Die nächste AVV soll in Bielefeld stattfinden. Angepeilt sind der 24.7.2011

    2.) Themen waren die Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Stolberg, der Autonome 1. Mai in Wuppertal und der Euromayday in Dortmund, die Antifademo in Dortmund wegen Schmuddel und die RWE Blockade.

    • Stolberg: Gute Mobilisierung, guter Plan A
      Es wurde vor allem fehlende Struktur innerhalb der Demo nach Verlassen des Bahnhofes bemängelt. Die Entscheidungen über ein Delegiertenplenum wurde als zu langwierig und nicht situationsadäquat kritisiert. Das Unterordnen unter völlige absurde Anweisungen der Polizei (nur zu viert den Bahndamm überqueren) wurde als demütigend empfunden, hier wären Handlungsalternativen wünschenswert gewesen, z.B. das Auflösen der Demonstration. Auf der Demonstration fehlte es wieder mal an Transparenten. Dafür war ausreichend Kartenmaterial vorhanden.
      Es muss in Zukunft ein besserer Plan B her und eine der Situation angepasste Kommunikationsstruktur, um handlungsfähig zu bleiben
    • RWE-Abschalten: Die Aktion wurde als Erfolg gewertet. Die mediale Beachtung war sehr gut (zweiter Platz bei der Tagesschau). Bemängelt wurde vor allem die geringe Beteiligung aus autonomen Strukturen.
    • Antifademonstration in Dortmund anlässlich des Jahrestages der Ermordung des Punkers Thomas (Schmuddel) Schulz: Positiv wurde bewertet, dass die Demonstration viele Transparente und Fahnen mit sich führte. Negativ wurden weiterhin das prollige Auftreten einiger Antifa sowie das Skandieren prolliger Parolen bewertet. Es gab eine Kontroverse über Sinn und Unsinn eines ?schwarzen Blocks?, da dieser nach außen hin bedrohlich auf Passant_innen wirken kann. In Dortmund wurde diese Wirkung jedoch als positiv eingeschätzt: antifaschistische und antirassistische Ausrichtung schien klar erkennbar zu sein.
    • Der erste Mai in Wuppertal und Dortmund: In Wuppertal gab es dieses Jahr massive Vorkontrollen (sage und schreibe 19 Kontrollstellen). Die Demonstration war nicht besonders gut besucht. Positiv war hingegen das Stadteilfest, welches stark im Stadtteil verankert ist. Dennoch ist klar, dass es so nicht mehr weiter gehen kann und sich das Konzept eher totläuft. Es gab den Wunsch, dass sich der Euromayday und der 1. Mai in Wuppertal ergänzen und ohne zeitliche Überschneidung stattfinden sollten.
    • Der Euromayday hat das Schwerpunktthema Prekarisierung, wobei keine Stellvertreter_innenpolitik gemacht werden soll, sondern einige Gruppen sich an der Vorbereitung beteiligten.
      Positiv: die gute Beteiligung. Gewünscht ist aber eine Zusammenarbeit über den Euromayday hinaus.
      Kritik: zu viel Partystimmung. Es gab den Wunsch, den politischen Hintergrund stärker in den Vordergrund zu rücken.
      Insgesamt sollten die Aktivitäten von uns rund um den ersten Mai im kommenden Jahr besser abgesprochen werden.

    Insgesamt wurde die gemeinsame Reflexion von Demonstrationen als sehr brauchbar angesehen.

    3.) Angekündigt wurden der Autonomiekongress in Köln, die Blockade in Brockdorf, der kommende Castortransport und der Antikriegstag in Dortmund. Letzterer soll aufgrund seiner Bedeutung auf der nächsten AVV erneut Thema sein.

    4.) Out of Action war da, um sich vorzustellen und die eigene Tätigkeit und Geschichte zu erläutern. Thematisch beschäftigt sich Out of Action mit der Traumatisierung von Aktivist_innen im Rahmen linker Politik durch die Repressionsorgane. Praktisch bedeutet dies eine Unterstützung von Aktivist_innen vor Ort bei Aktionen, aber auch Beratung im Nachhinein. Daneben werden auch Workshops angeboten. Weitere Infos gibt es dazu auch im Internet, zb. www.outofaction.de

    5.) Es gab Berichte von Freirauminitiativen aus Köln und Duisburg. Aus Duisburg wurden die Entwicklungen und Probleme der letzten Jahre geschildert, wie auch die Probleme bezüglich Verhandlungen mit der Stadt. In Duisburg wäre ein linker Freiraum besonders wichtig, da es wenig Möglichkeiten gibt, sich zu treffen, kulturelle Angebote zu machen, etc. Die verschiedenen Möglichkeiten, wie man sich solche Räume schaffen kann (Mieten, kaufen, besetzen, etc.) wurden kontrovers diskutiert.

    Aus Köln gab es einen Bericht über die Geschichte der Freirauminitiative bis hin zum jetzigen AZ und eine Schilderung der letzten großen Räumungsandrohung. Im Anschluss wurden die Gründe für das Ausbleiben der Räumung abgewogen. Am 30. September läuft der derzeitige Nutzungsvertrag aus.

    Da das Thema Freiräume auch auf der nächsten AVV Thema sein soll, wurden Fragen gesammelt, anhand derer schon mal vor diskutiert werden könnte:

    • Für was brauchen wir Freiräume, was machen wir damit?
    • Lässt sich das Kölner „Erfolgsmodell“ auf andere Städte übertragen?
    • Wie gehen wir mit Räumungen um, was ist ein Erfolg, wenn geräumt wird?
    • Wie sieht es mit der Roten Flora aus, was gibt es dort für Planungen?
    • Wie wird in Konfrontationen verhandelt?
    • Lassen sich Hausbesetzung und Recht auf Stadt Initiativen verbinden?
    • Soll man sich Freiräume mieten, sie besetzen oder gar kaufen?

    6.) Die Terminüberschneidung der AVV mit dem zeitgleich stattfindenden Abschlussplenums des MackerMassackers wurde von der Vorbereitungsgruppe angesprochen und sich nochmal dafür entschuldigt.

    Als neuer Termin wurde der 23./24.7. in Bielefeld angepeilt.

    Es wurde überlegt, ob die AVV vielleicht zu lang ist, da die Aufmerksamkeit gegen Ende mal wieder in den Keller ging. Es sollte auch mehr auf Pausen geachtet werden.

    Es wurde überlegt, ob sich zukünftig vielleicht auf ein Thema beschränkt werden sollte.

    Einladung zur 6. AVV-NRW

    Halli Hallo liebe Freund*innen und Genoss*innen,

    hiermit laden wir euch herzlich zur 6. AVV am 05.06.11 im Druckluft in
    Oberhausen ein! Diese wird vermutlich von 12:00 bis 20:00 Uhr dauern.

    Bei der letzten AVV haben wir uns mit Taktiken auf Demonstrationen, dem
    Umgang mit Repression und Veränderungsvorschlägen der jetzigen
    Demokultur in NRW beschäftigt. An diese Punkte möchten wir inhaltlich
    anknüpfen und möchten daher die vergangenen Demonstrationen in NRW
    (kritisch) reflektieren und die sich dadurch ergebenen Kritikpunkte auf
    zukünftige Demonstrationen beziehen, sodass wir eine wünschenswerte
    Veränderung auf zukünftigen Demonstrationen durchsetzen können und neue
    Perspektiven erschaffen.

    Bei der 5. AVV, war der Plan, sich mit out of action zu beschäftigen/
    diese vorzustellen. Dies möchten wir auf der kommenden AVV ermöglichen.

    Außerdem möchten wir uns mit aktuellen Häuserkämpfen und
    Freiraumprojekten beschäftigen.

    Auch wird es wieder vegane Vokü geben.

    Wie die AVV konkret aussieht können und wollen wir nicht alleine bestimmen.

    Daher bitten wir euch uns Rückmeldungen, Kritik und weitere
    Themenvorschläge zu mailen!

    Hier nun unser Programmvorschlag für die kommende AVV:

     

    Demostrategie(n) (Kontinuität)

    Hier knüpfen wir an den Inhalt der letzten VV an und wollen evaluieren
    ob und in wie weit diese funktioniert haben bzw. welches Potenzial
    denkbar ist.

    Nachbereitung vergangener Demonstrationen (Reflexion)

    • Naziaufmarsch in Stolberg
    • 1. Mai Demonstration in Wuppertal und Dortmund
    • RWE-Aktionärsversammlung in Essen

    Freiräume / Hausbesetzungen

    Ein Schwerpunkt sollen insbesondere die bestehenden oder noch zu
    erkämpfenden Räume wie das frisch gegen eine Räumung verteidigte AZ in
    Köln [Mit Refernt*in], die (gemeinsamen) Handlungsmöglichkeiten sowie
    laufende Projekte und Perspektiven linksradikaler Freiraumpolitik
    (speziell im kommenden Sommer) sein.

    Aussicht/Aktuelles (Kommende Aktionen und politische Ereignisse)

    Out of Action

    Einen genauen Tagesplan aus dem ihr Terminierung und Ablauf entnehmen
    könnt, werden wir in kürze veröffentlichen. Bis dahin sind wir weiterhin
    gerne offen für weitere Themenvorschläge, Anstöße, Ideen etc. oder
    Mitmachwillige die sich noch einbringen wollen.

    Alles Weitere geschieht gemeinsam und ist abhängig von eurem erscheinen.

    Kommt zahlreich, wir brauchen Euch, Eure Ideen und Kreativität.

    Für Essen und Rahmen ist gesorgt, ihr malt das Bild. Also let’s organize.

    PS: Auf folgender Seite findet ihr in Kürze auch alle weiteren
    Informationen zur AVV inklusive einer Wegbeschreibung zum Druckluft
    Oberhausen.

    ( http://autonomepolitiknrw.blogsport.eu/ )

    Liebe Grüße, euer Team für die 6. AVV

    Einladung zur 5. AVV-NRW

    Diskussionspapier für die fünfte AVV

    Hallo,
    hiermit wollen wir euch herzlich zur 5. Vollversammlung für autonome Politik in NRW einladen. Stattfinden wird sie am 27.03. um 12.00 Uhr im Autonomen Zentrum in Mülheim.
    Dass es sich hierbei bereits um die fünfte AVV handelt, ist für uns durchaus erwähnenswert. Ohne ein vorzeitiges Resümee ziehen zu wollen, finden wir es mehr als erfreulich, dass sich nach fast einem Jahr seit der ersten AVV eine Teilnehmer_innenzahl von knapp unter 100 Personen etabliert hat.

    Wir wollen uns dieses Mal vor allem unserer eigenen Demonstrationspraxis widmen. Hierzu möchten wir in großer Runde Erfolge und Misserfolge reflektieren, um einen Blick dafür zu gewinnen, wo und wie es uns möglich ist, politisch handlungsfähig zu sein. Hierzu wollen wir nicht, wie es allzu schnell passiert, nur bundesweite Großereignisse wie etwa den Castor oder den Naziaufmarsch in Dresden ins Auge fassen, sondern vielmehr unseren Fokus auf NRW legen.

    Da es auch neben der vordergründigen „Action“ auch noch zahlreiche andere Dinge zu erledigen gibt, wollen wir uns auch mit jenen Gruppen und Ansätzen beschäftigen, die sonst nicht so im Rampenlicht stehen, wie z.B. der EA, Out of Action, oder die Demo-Sanis.

    Bisheriger Zeitplan:

    12.00 – 13.00 Uhr: Ankommen

    13.00 – 16.00 Uhr:  Verschärfte Demo- Situation und neue autonome Strategien

    PAUSE: Essen von und mit food not bombs aus Bochum

    17.00 – 19.30 Uhr:  Gemeinsam planen und organisieren: Als AVV handlungsfähig werden!

    Nach der AVV ist die Kneipe offen.

    Nachdem wir auf der letzten AVV besprochen haben, dass es schade ist, wenn bei den letzten Diskussionen nahezu die Hälfte der TeilnehmerInnen schon auf dem Weg nach Hause ist, war es allgemeiner Wunsch, pünktlich anzufangen und sich vorsichtshalber etwas mehr Zeit zu nehmen. Themen, die am Ende kommen, sind nicht unwichtiger!

    Und damit es keiner vergisst: In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Zeit umgestellt, und zwar um eine Stunde vor. D.h. es ist 13 Uhr, wenn es ohne Zeitumstellung 12 Uhr wäre.
    Kommt pünktlich!!!

    Weitere inhaltliche Vorschläge oder Ergänzungen an: avvnrw(@)riseup.net


    Was ist los in NRW

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