Inputvorschläge für die 8. AVV:

Input zur Alltagsmilitanz

„Wir haben alle keine Zeit“

Militanz ist viel mehr als die körperliche Auseinandersetzung und das Verstoßen gegen deutsche Paragraphen: Militanz verstehen wir als eine kämpferische Lebenseinstellung, als einen Kampf für eine eigene emanzipatorische Utopie.
Im Gegensatz zu den 80er Jahren, der vermeintlichen Hochzeit der autonomen Bewegung, stehen wir heute alle unter erhöhtem Reproduktionsdruck und haben weniger Zeit für Politik. Die Freiräume sich diesem Druck zu entziehen werden immer geringer und der Trend hin zur Individualisierung erschwert gemeinsames Handeln. Anstrengende Jobs, Kinder die Aufmerksamkeit wollen, Bachelorstudiengänge und Behörden erscheinen als immer größere Hürden, die augenscheinlich nur individuell zu bewältigen sind. Der tägliche Kampf mit der Lohnarbeit und um BAföG und Hartz IV ist existenziell und wird meist völlig alleine geführt. Für uns ist es offensichtlich, dass praktische Lösungen zu diesen Problemen her müssen, um die Grundlage für militantes Handeln im Alltag zu schaffen. Wir schlagen vor, gemeinsam mit euch diesen Aspekt der Militanzdebatte zu diskutieren.

Vorschlag:

  1. in Arbeitsgruppen diskutieren
  2. im Plenum vorstellen, gemeinsam diskutieren
  3. zu Hause: Lösungsvorschläge, Ideen, Diskussionsbeiträge etc. ausformulieren und zuschicken

Inputs zum Castor 2011

Als Lektüre zur Vorbereitung auf eine Diskussion zum kommenden Castor-Transport Ende November empfehlen wir den Aufruf zur autonomen Kampagne „Atomstaat stilllegen! Castor 2011 – weiträumig unkontrollierbar renitent“ und den Aufruf “Castor 2011 – ja, wir stören!“ von støren-friedA aus dem widerStandsNest Metzingen.