Pressemitteilung: 350 bei Antifa-Demo gegen Pegida
– Massive Polizeigewalt gegen Antifaschisten am Hbf

Rund 350 Antifaschisten haben heute Abend gegen den wöchentlichen Pegida-Aufmarsch in Duisburg demonstriert. Die Demo, die am Rathaus startete, führte am Stadttheater vorbei zum Hauptbahnhof, dem Startpunkt der wöchentlichen Pegida-Demonstration. Am Startpunkt der Antifa-Demonstration, sowie bei einer Zwischenkundgebung, wurden Redebeiträge gehalten, die die aktuelle Situation rund um Pegida in Duisburg, die im Sommer beschlossenen Asylrechtsverschärfungen, sowie den Hogesa-Angriff auf das AZ Wuppertal näher beleuchteten. Die Demonstranten zogen lautstark durch die Innenstadt. “Wir sind mit dem Verlauf der Demonstration zufrieden.”, so Malte Bach, Sprecher des Demobündnisses aus mehreren Antifa-Gruppen aus NRW. Die Demonstration richtete sich neben Pegida auch gegen einen weit verbreiteten Rassismus in der Gesellschaft. “Uns war es wichtig unsere Kritik nicht nur auf Pegida in Duisburg zu beziehen. Dies ist uns durch passende Redebeiträge, Transparente und Parolen auch gelungen.” sagte Bach weiter.

Am Hauptbahnhof erwartete die Antifa-Demo ein großes Polizeiaufgebot. Die Polizei ging im verlaufe des Gegenprotestes am Hbf mit massiver Gewalt gegen Antifaschisten vor, die sich den Hamburger Gittern in Richtung Pegida oder der Innenstadt näherten. Mehrere Teilnehmeren wurde durch Pfefferspray, Schlagstockeinsatz und durch Tritte der Polizeipferde verletzt. Mindestens acht Personen wurden in Gewahrsam genommen. “Das Verhalten der Polizei am Hbf war ein einziger Skandal.”, resümiert Malte Bach die Situation am Hbf. “Antifaschistischer Protest gegen Pegida in Duisburg ist schon seit Wochen massiver Repression ausgesetzt. Der Einsatz heute war aber an Gewaltbereitschaft Seitens der Polizei ein weiterer Negativ-Höhepunkt.”

Einen ausführlichen Bericht zum Tag gibt es auf Indymedia Linksunten.